Winfried Zilligs Oper „Rosse“ kehrt auf die Bühne zurück
Fast ein Jahrhundert nach der Uraufführung 1933 und mehr als ein halbes Jahrhundert nach der letzten Inszenierung widmet sich das Mainfrankentheater Würzburg ab dem 17. Mai 2026 Winfried Zilligs Opernerstling „Rosse“. Als Schüler Arnold Schönbergs war Zillig (Foto) davon überzeugt, „daß auch mittels der Zwölftontechnik dramatisches Leben und musikantischer Geist vereint sein können“. Mit „Rosse“ schuf er eine zeitgeschichtliche Milieustudie, die zugleich die Figuren psychologisch subtil zeichnet. Erzählt wird vom Aufbegehren eines Rossknechts gegen den Einzug von Maschinen in die Landwirtschaft – und damit gegen die Moderne schlechthin. In Würzburg (Musikalische Leitung: Mark Rohde, Regie: Roman Hovenbitzer) wird der Einakter zusammen mit Ruggero Leoncavallos „Pagliacci“ aufgeführt, ebenfalls auf Basis der Bärenreiter-Ausgabe.


