Société Jean-Philippe Rameau

Jean-Philippe Rameau (Dijon, 1683 - Paris, 1764) zählt als Zeitgenosse von Bach und Händel zu den markantesten Erscheinungen des Barockzeitalters. Als Theoretiker und Wissenschaftler von internationaler Bedeutung wie als genialer Komponist hat er ein umfängliches und gewichtiges Oeuvre hinterlassen, das bis zum heutigen Tag zum Teil noch unveröffentlicht ist. 

In dem von Sylvie Bouissou geleiteten Editionsvorhaben wird das musikalische Schaffen Rameaus zum ersten Mal in seiner Gesamtheit präsentiert. Die fünf Serien beinhalten Instrumentalmusik (3 Bände), geistliche und weltliche Vokalmusik (je 1 Band), musikdramatische Werke (31 Bände) und Fragmente (2 Bände). Die Ausgabe trägt sowohl den Bedürfnissen der Wissenschaft als auch der Interpreten Rechnung.  Jeder Titel umfasst eine in Leinen gebundene Dirigierpartitur mit der kritischen Ausgabe des musikalischen Werkes und dem gesamten wissenschaftlichen Apparat, das leihweise erhältliche  Aufführungsmaterial (Instrumentalstimmen) sowie einen  broschierten  Klavierauszug.

Von den Opern, die im Zentrum des Rameauschen Schaffens  stehen, sind bereits so bedeutende Titel wie PlatéeDardanus und Hippolyte et Aricie erschienen, außerdem Stücke wie  AnacréonZaïsNaïs, und Les Fêtes de l’Hymen et de l’Amour, die noch wiederzuentdecken wären. Das Jahr 2014, in dem sich der Todestag des Komponisten zum 250. Mal jährt, markiert eine wichtige Etappe nicht nur für den Fortgang der Edition, sondern insgesamt für die Rezeption von Jean-Philippe Rameau als Musiker und Gelehrtem von epochaler Bedeutung.

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