Musikwissenschaftlicher Verlag Wien (MWV)

Gegründet 1933 von der Internationalen Bruckner Gesellschaft (IGB) zum Zweck der Veröffentlichung einer kritischen Gesamtausgabe der Werke Anton Bruckners. Editionsleiter der alten Bruckner-Gesamtausgabe war Robert Haas gemeinsam mit Alfred Orel; nach dessen Ausscheiden ab 1937 wurde Leopold Nowak Mitherausgeber. 1938 ging die IBG in der Deutschen Bruckner-Gesellschaft auf, der MWV wurde in Wien aufgelöst und nach Leipzig transferiert. 1944 erfolgte die Umbenennung in „Bruckner-Verlag Leipzig“. Kurz vor Kriegsende wurden die Verlagsbestände durch Bombentreffer zerstört.

1946 wurde die IBG neu eingerichtet und der Sitz des MWV mit dem Ziel eines Neustarts der Bruckner-Gesamtausgabe wieder nach Wien verlegt. 1951-1989 erschien ein Großteil der Ausgaben sämtlicher Werke Anton Bruckners unter der Editionsleitung von Leopold Nowak, 1989-2002 führte Herbert Vogg die Gesamtausgabe im Sinne Nowaks weiter. Ab 1960 erschien im MWV auch die kritische Gesamtausgabe der Werke Hugo Wolfs unter der Editionsleitung von Hans Jancik, ab 1991 von Leopold Spitzer. Neben den beiden Gesamtausgaben enthält das Verlagsprogramm auch musikwissenschaftliche Literatur mit Schwerpunkt Anton Bruckner und Hugo Wolf, darunter eine Gesamtausgabe der Briefe Hugo Wolfs sowie die Schriftenreihen des Anton Bruckner Instituts Linz und der Arbeitsstelle „Anton Bruckner“ der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Seit 2011 ist unter der Bezeichnung „Neue Anton Bruckner Gesamtausgabe“ eine Neuausgabe sämtlicher Werke Anton Bruckners in Vorber eitung.

› www.mwv.at

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