Über die Alkor-Edition
Die Geschichte der Alkor-Edition war anfangs eng mit dem Werk Anton
Bruckners verknüpft: Die Verlagsgründung erfolgte 1934 in
Leipzig, und zwar zunächst als Tochtergesellschaft der Fa. Oscar
Brandstetter, die 1944 in Bruckner-Verlag Leipzig umbenannt wurde. Der
Verlagszweck war die gemeinsam mit dem Musikwissenschaftlichen Verlag
Wien betriebene Publikation der von der Internationalen
Bruckner-Gesellschaft herausgegebenen Kritischen
Bruckner-Gesamtausgabe. 1945, kurz vor Kriegsende, wurden bei einem
Bombenangriff auf Leipzig die Verlagsbestände vernichtet. Mit der
Neugründung als Bruckner-Verlag Wiesbaden wurde 1948 der
Firmensitz zunächst dorthin verlegt, bis Geschäftsführer
Fritz Oeser 1955 Kassel als endgültige Niederlassung wählte.
Der Verlag gehört seitdem unter dem Namen Alkor-Edition Kassel
GmbH zur Bärenreiter-Verlagsgruppe, Geschäftsführerin
ist die Tochter des Bärenreiter-Gründers Karl Vötterle,
Barbara Scheuch-Vötterle.
Heute fungiert die Alkor-Edition als Bühnen- und
Orchesterabteilung der Bärenreiter-Verlagsgruppe. Als solche
vertreibt sie neben den eigenen Publikationen, die vor allem im Bereich
des französischen Musiktheaters des 19. Jahrhunderts liegen, die
Aufführungsmateriale des Bärenreiter-Verlages, seiner
angeschlossenen Verlage sowie einer Reihe namhafter ausländischer
Verlage, deren Auslandsvertretung sie wahrnimmt.
Zu den
wichtigsten Titeln des Alkor-Kataloges zählen die Bühnen- und
Orchesterwerke von Händel, Gluck, Mozart, Haydn, Berlioz und der
Strauss-Dynastie - basierend auf der jeweiligen kritischen
Gesamtausgabe - sowie die Nowak-Ausgaben der Symphonien von Bruckner.
Ebenfalls bei der Alkor-Edition erhältlich sind so wichtige Opern
wie Beethovens "Fidelio", Halévys "La Juive", Dvoráks
"Rusalka", Smetanas "Die verkaufte Braut", Gounods "Margarete",
Offenbachs "Les contes d'Hoffmann" und "La belle Hélène"
sowie die Ballette von Tschaikowsky. Ein zentrales Segment des
Alkor-Kataloges betrifft die zeitgenössische Musik, im Besonderen
die Werke von Komponisten des Bärenreiter-Verlages wie Dieter
Ammann, Jean Barraqué, Günter Bialas, Beat Furrer, Vadim Karassikov, Rudolf Kelterborn, Giselher Klebe, Ernst Krenek, Jorge E. López, Matthias Pintscher, Andrea Lorenzo Scartazzini, Thomas Daniel Schlee, Charlotte Seither, Miroslav
Srnka, Ulrich Stranz, Manfred Trojahn und Heinz Winbeck.