06.01.2017 09:45

Weltliche Händel-Oratorien in München und Karlsruhe

Trotz hochkarätiger Musik und eines grandiosen Alleluja-Chores wird das Occasional Oratorio von Georg Friedrich Händel sehr selten aufgeführt. Für diese Abstinenz dürfte der fälschlicherweise ein Gelegenheitswerk suggerierende Titel mitverantwortlich sein. Der Chor des Bayerischen Rundfunks, die Akademie für Alte Musik Berlin und namhafte englische Solisten unter der Leitung von Howard Arman bringen am 10. und 11. Februar 2017 im Herkulessaal der Münchner Residenz das „Gelegenheitsoratorium“ nach der Neuedition innerhalb der Hallischen Händel-Ausgabe wieder zu Gehör. Und nur eine Woche später, am 17. Februar, eröffnet das Badische Staatstheater die diesjährigen Karlsruher Händel-Festspiele mit einer Neuproduktion von Semele. Floris Visser inszeniert und Christopher Moulds dirigiert dieses „Musikalische Drama in der Art eines Oratoriums“ auf der Basis eines neugesetzten Aufführungsmaterials nach der Edition von Friedrich Chrysander.